Kolpingsfamilie

Die Kolpingsfamilie will eine Gemeinschaft sein, in der Menschen aus allen Altersgruppen partnerschaftlich und familienhaft miteinander umgehen. Hier treffen sich mündige Christen, die etwas verändern wollen in Kirche und Gesellschaft. Aber zuerst will die Kolpingsfamilie den einzelnen befähigen, als Christ sein Leben in Familie, Beruf und Staat verantwortungsbewusst zu gestalten. KolpingsfamilieDie Kolpingsfamilie ist keine „geschlossene Gesellschaft“, die von neuen Leuten nichts wissen will. Im Gegenteil: Probieren sie’s mal aus! Denn: gemeinsames Erleben schafft Schwung für den Alltag!

Programm der Kolpingsfamilie siehe Pinnwand Pfarrheim St. Marien.

Wer war Kolping?
Priester, Sozialreformer, Publizist, Seelsorger und „Gesellenvater“. Alle diese Tätigkeiten kennzeichnen den Menschen Adolf Kolping (1813-1865). In Kerpen bei Köln geboren, wächst er in ärmlichen Verhältnissen auf. Nach einer einfachen Schulausbildung muss er aus finanziellen Gründen eine Schuhmacherausbildung beginnen. Zehn Jahre arbeitet er in diesem Beruf und wandert wie andere Gesellen von Ort zu Ort. Doch dann entscheidet er sich, Priester zu werden. Am 13. April 1845 wird Kolping in der Kölner Minoritenkirche zum Priester geweiht und geht als Kaplan nach Elberfeld. Dort erfährt er in der Industrialisierung das Elend der Arbeiter. Die Handwerksburschen haben durch den Zusammenbruch des Zunftwesens ihr Zuhause in der Familie des Meisters verloren. In Elberfeld lernt Kolping den kurz zuvor vom dortigen Lehrer gegründeten Gesellenverein kennen und wird später dessen Präses und geistlicher Begleiteter. In diesem Zusammenschluss von Gleichgesinnten, die sich in ähnlichen Lebenssituationen befinden, erkennt er ein geeignetes Mittel zur Bewältigung sozialer Probleme. Kolping setzt auf sozialen Wandel durch Veränderung des Menschen. Bald lässt er sich nach Köln versetzen, wo er am 6. Mai 1849 mit sieben Gesellen den Katholischen Gesellenverein gründet. Innerhalb weniger Jahre folgen viele Neugründungen – die Idee und Praxis von Kolpingsgemeinschaft verbreitet sich bis an die Grenzen Europas und nach Übersee. Heute setzt sich sein Lebenswerk in mehr als 40 Ländern auf allen Kontinenten fort – mit über 380.000 Mitgliedern.
Am 27. Oktober 1991 wurde Adolf Kolping in Rom seliggesprochen. Mehrere Wittener katholische Handwerksgesellen hatten in Elberfeld, Köln, Hagen usw. persönlich als Mitglieder den Segen des Gesellenvereins kennen und schätzen gelernt. Zurückgekehrt in ihre Heimatstadt wurden sie zu Missionaren im Sinne Kolpings. So waren die günstigsten Vorbedingungen gegeben, auch in Witten den kath. Gesellenverein zu gründen.
Am 10. Mai 1863 erlebte der kath. Gesellenverein in einem Klassenzimmer der kath. Bruchschule, der späteren Marienschule (Mädchenschule, Crengeldanzstr. 4) seine Geburt. Sofort ließen sich 30 Gesellen in die Gründungsliste eintragen.

Seit den Anfängen der Demokratie in Deutschland hat es sich der Verband zur Aufgabe gemacht, die Mitglieder zum verantwortlichen Handeln als Christen in Beruf und Familie, in Kirche, Staat und Gesellschaft zu befähigen. Das Kolpingwerk will Mitgliedern und Interessenten Lebenshilfen anbieten. Es wirkt an der Förderung des Gemeinwohls mit.
Rechte und Pflichten sind mit der Mitgliedschaft im Kolpingwerk verbunden. Wer aufgenommen werden möchte, soll keine „Karteileiche“ werden, sondern zur aktiven Mitarbeit bereit sein.
Die Mitglieder sind berechtigt, an Veranstaltungen und Bildungsangeboten teilzunehmen und die Einrichtungen des Verbandes bevorzugt zu benutzen. Mitglieder können Vorschläge machen oder sich selbst für verantwortliche Aufgaben zur Verfügung stellen. Sämtliche Leitungskräfte werden demokratisch gewählt.

1. Vorsitzender:
Udo Kreutzmann,
Brunebecker Str. 37
58454 Witten
Tel. & Fax 7 80 05 92
udokreutzmann@t-online.de