Pastoralverbund

Pastoralverbund Witten – Mitte vor Umbruch

Vor gut 10 Jahren wurde er in der ersten Gründungsphase der Pastoralverbünde im Erzbistum Paderborn auf den Weg gebracht: Der Pastoralverbund (PV) Witten – Mitte. Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt verfügte die Zusammenlegung benachbarter Pfarreien zu einem Pastoralverbund, in dem seelsorgliche und pastorale Belange gemeinsam beraten und Entschieden werden sollten. Auf verschiedene Entwicklungen reagierend sollte so die Arbeitsfähigkeit der Kirchengemeinden erhalten bleiben. So entstanden aus den rund 700 Pfarreien des Bistums rund 220 Pastoralverbünde. Die einzelnen Pfarreien blieben jedoch vermögensrechtlich selbständig, installierte Pfarrer wurden nicht versetzt. In Witten mit seinen rund 23.500 Katholiken entstanden drei PVs: Witten Mitte mit St. Marien und St. Vinzenz, Witten – Ost mit St. Josef Annen, und den Pfarrvikarien St. Pius Rüdinghausen und St. Maximilian Kolbe Rüdinghausen, wie Witten Ruhrtal mit St. Franzsikus und Herz Jesu Bommern. Die Leiter der drei PVs sind Pfarrer in St. Marien, St. Josef Annen und St. Franzsikus.
Natürlich kam es aufgrund differenzierter Personalsituationen zu unterschiedlichen Entwicklungen der Zusammenarbeit. Im PV Witten Mitte mit seinen aktuell 7.615 katholischen Christen war die damalige Personalsituation mit zwei Pfarrern, zwei Vikaren, einem Krankenhausseelsorger, einem Pastor zur Aushilfe und einem Subsidiar noch sehr komfortabel.
Der Koordinierungsrat setzte daher zunächst auf die Zusammenarbeit an wichtigen liturgischen Tagen: Die Fronleichnamsprozession und das Christi Himmelfahrtsfest werden seither gemeinsam gefeiert, ebenso gibt es natürlich regelmäßige Kontakte zwischen den Hauptamtlichen und den Leitungsgremien der Pfarreien.
Seit 2008 veränderte sich die Personalsituation sehr stark: Nun gibt es keinen Vikar mehr im PV, ebenfalls kam es zu einem Personalwechsel in der Krankenhausseelsorge des Marienhospitals.
Die Seelsorger entwickelten in Zusammenarbeit mit den Pfarrgemeinderäten ein neues Gottesdienstkonzept, welches aber aufgrund der aktuellen Personalsituation keine Umsetzung fand, allerdings jederzeit umsetzbar ist.
Diese Entwicklungen sind natürlich im ganzen Erzbistum Paderborn evident. Zum 1.1.2010 trat daher das Zirkumskriptionsgesetz II in Kraft, welches den Zusammenschluss weiterer PVs zum einem Großverbund vorsieht.
Für Witten bedeutet das, das bis 2019 die bisher drei PVs zu einem PV zusammen gefasst werden. Die Leitung dieses neuen PVs Witten wird der Pfarrer von St. Marien haben. Welche rechtliche Struktur die einzelnen Pfarreien dann haben werden gilt es bis dahin zu klären.
Nun ist es zunächst wichtig, Ängste zu nehmen, Transparenz zu schaffen, Menschen zusammen zu führen und sich immer zunächst zu fragen: Was will der Herr der Kirche, Jesus Christus von uns in dieser Umbruchsituation?
Daher werden sich die Hauptamtlichen mit den Gremien auf den Weg machen, wie es Anfang Februar während eines sehr intensiven von Gebet und Austausch geprägten Abends in St. Marien begonnen hat.
Bitten wir den Hl. Geist, die Gottesmutter Maria und den Hl. Vinzenz um Ihre Gaben und Fürsprache für diesen Prozess des Zusammenwachsens.

Reinhard Edeler, Pfarrer
PV Leiter Witten Mitte