Kurzgeschichte

1800 Sowohl im Dorf Witten als auch in der Umgebung gibt es keine Katholiken
1818 erste Registrierung katholischer Einwohner in Witten (3,6%)
1821 Witten wird dem Bistum Paderborn eingegliedert
1825 Gründung der Glasfabrik „Müllensiefen“ am Crengeldanz
1826 „Viele in Witten haben den Wunsch, dass eine Kapelle gebaut wird!“ (Stadtarchiv Bochum)
1834 Wittener Katholiken treffen sich beim Buchbinder Christian Goebel und gründen mit Unterstützung von Vikar Gase aus Lütgendortmund eine „Initiativgruppe“ (200 Katholiken in Witten)
1835 Genehmigung der Feier kath. Gottesdienste in Witten durch den Bochumer Landrat und das Generalvikariat in Paderborn
03.05.1835 Erste Hl. Messe in Witten auf dem Hause Berge durch Pfarrer Eckel zelebriert ca. 230 – 250 Gottesdienstbesucher
1835-1836 Pfarrer Külmann feiert in Witten die Hl. Messen
1836-1846 Pfarrer Friedrich Werner wirkt in Witten
1838 nach der ersten Industrialisierungsphase gibt es nun 2458 Einwohner in Witten
1840 Genehmigung von König Friedrich Wilhelm IV einer Kollekte zur Gründung einer Pfarrei in Witten (11560 Taler)
1840 Kündigung der Genehmigung der Feier der Hl. Messe auf dem Hause Berge
1841 Pfarrer Werner bezieht das 1839 erworbene Haus an der Hauptstraße 73 und für acht Jahre Feier des Gottesdienstes in einem „Holzprovisorium“
1843 Gründung des Kirchenchores
1844 Gründung eines Bauvereins zum Bau einer Pfarrkirche
02.01.1846 Errichtung der Pfarrei Witten: „Die bisherige Mission zu Witten wird hierdurch zu einer eigentlichen Pfarrei, die dort zufolge der bereits getroffenen Einleitungen neu zu erbauende Kirche zu einer Pfarrkirche und das Amt des dasigen Missionars zu einer Pfarrstelle erhoben“ (Aus der Gründungsurkunde. Die Pfarrei umfasste quasi das gesamte heutige Stadtgebiet.)
01.07.1847 Grundsteinlegung der Marienkirche durch Dechant Zillecken von Wattenscheid
04.10.1847 Zustimmung der Staatsregierung zur Pfarrgründung
26.09.1848 Weihe der ersten katholischen Kirche „Maria vom Siege“ durch Bischof Dr. Franz Drepper
1850 Bau eines neuen Pfarrhauses und Gründung des Bonifatiusvereins
1851 Bau eines Schulhauses
1856 Gründung des Borromäusvereins
1858 Gründung des Marienhospitals
1859 Errichtung des katholischen Friedhofes am Haselholz
24.04.1860 Tod des Gründerpfarrers Friedrich Werner / Pfarrer Johannes Poggel übernimmt die Pfarrei
1862 Gründung des Elisabeth-Vereins
1863 Gründung des Gesellenvereins / Kolpingsfamilie
1869 Bau des Gesellenhauses
1870 Errichtung der „Höheren Töchter Schule“ durch Schwestern der Christlichen Liebe
1871 Die Mitgliederzahl der Pfarrei beträgt 6500 Katholiken
1872 Bischof Konrad Martin spendet das Sakrament der Firmung in St. Marien Witten
1872 Gründung des katholischen Bürgervereins
1873 Gründung des katholischen Overbergschule
1876 Gründung des „Arme Seelen Vereins“
1876 Errichtung und Bezug der Notkirche nach Auseinandersetzungen mit dem „Altkatholizismus“
22.11.1891 Wiederbezug der Marienkirche mit ca. 9000 Menschen
1895 Erweiterung der Marienkirche
04.08.1896 Weihe der neuen Kirche durch Weihbischof Augustinus Gockel mit 897 Firmspendungen
1896 Gründung der Vinzenzkonferenz
1898 Die Mariengemeinde zählt 8000 Katholiken
1899 Gründung der katholischen Volksbibliothek
1903 Apfarrung der Pfarrvikarie Herz-Jesu Bommern
1904 Apfarrung der Pfarrvikarie St. Franziskus
1907 Ausmalung der Marienkirche
1912 Erste große Volksmission mit 11.000 Kommunikanten
1913 Abpfarrung der St. Josefs Pfarrei Witten Annen
1917 Einschmelzung aller Glocken bis auf die kleinste Johannes-Glocke
1918 Die Gemeinde beklagt 283 gefallene Söhne der Gemeinde im 1. Weltkrieg
1919 Gründung des Wittener Caritasverbandes
19.09.1920 Weihe der neuen Glocken
15.01.1923 Einmarsch französischer Truppen „Ruhrbesetzung“
1926 Erweiterung des Marienhospitals
1927 Zweite Ausmalung der Marienkirche
1930 Bau des Kindergartens St. Marien
1938 Verbreitung der Enzyklika „Mit brennender Sorge“ von Papst Pius XI in der Gemeinde
12.12.1944 Erster Luftangriffe auf Witten
19.03.1945 zweiter schwerer Luftangriff auf Witten; schwere Schäden an Kirche und Hospital: 40 Tote in der Gemeinde und 116 Opfer in der Stadt sind zu beklagen
April 1946 Erster Gottesdienst in der ruinierten Marienkirche
Juli 1946 Gründung der Kirchbauhütte zum Wiederaufbau der Marienkirche
1947 Gründung der Pfarrcaritas
20.10.1947 Richtfest der Kirchbauhütte
05.09.1948 Weihe der neuen kleinen Orgel
02.04.1955 Weihe der neuen Glocken
1958 Bau der Schwesternheime
1959 Bau des Jugendheimes im Garten des Pastorats Hauptstraße
1960 Bau des Pfarrheims Hauptstraße 83a
1961 Weihe der Vinzenzkirche
07.03.1965 Erste Heilige Messe in St. Marien in neuer Liturgie nach der Liturgiereform Oktober 1965 Erste Heilige Messe in St. Marien „mit Jazz“
1965 Gründung des „Altenkreises“
23.07.1967 Wahl des ersten Pfarrgemeinderates
1969 Erster ökumenische Gottesdienst in St. Marien
1970 Neugestaltung des Altarraumes der Marienkirche
1974 Einsetzung der letzten Fenster im Chorraum der Marienkirche
13.09.1975 Erstes Pfarrfest „Rund um die Kirche“
1978 Anschaffung des neuen Taufbrunnens der Marienkirche
1979 Bildung des Kreises „Alleinerziehende Mütter“
1979 Einbeziehung von erwachsenen Katecheten/innen in die Erstkommunion- und Firmvorbereitung
1982 Dritte Erweiterung des Marienhospitals
1984 Gründung des „Dritte Welt Kreises“
1984 Neubau des Pfarrheims

Entnommen dem Buch: „Geschichte der Pfarrgemeinde St. Marien zu Witten“ Festschrift aus Anlass des 150 jährigen Bestehens der katholischen Pfarrgemeinde St. Marien zu Witten
Herausgegeben von Heinrich Schoppmeyer, Witten 1996
Erhältlich im Pfarrbüro St. Marien