Kirche

Von Holger Krätzig

Das heutige Erscheinungsbild
Mit seiner Schauseite, der Südfassade, beherrscht der Backsteinbau heute neben der breiten, wuchtigen, ebenfalls in Backstein gehaltenen Fassade des Marienhospitals die Wittener Hauptstraße als deren Abschluss.
Weiterlesen…

Die Neugründung der katholischen Gemeinde in Witten
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren die wenigen Katholiken Wittens nach Blankenstein eingepfarrt und wurden 1830, als in Lütgendortmund eine neue Gemeinde gegründet wurde, dieser zugewiesen. Am 18. Dezember 1834 genehmigte die preußische Regierung die Einrichtung eines Gottesdienstes in Witten selbst. Drei Monate später folgte die Erlaubnis des Generalvikariats in Paderborn.
Weiterlesen…

Die neuromanische Basilika
Bei der Ausführung des Baues kamen laut Pfarrchronik mehrere erhebliche Abweichungen von den Zwirnerschen Plänen zustande, für die Freyse verantwortlich zeichnete. Gegen energische Proteste seitens der Regierung und des Generalvikariates, aber wohl mit voller Zustimmung der Mariengemeinde, setzte der Essener Stadtbaumeister die Einwölbung der Kirchenschiffe sowie die Errichtung eines Glockenturmes durch.
Weiterlesen…

Die städtebauliche Bedeutung
Eine weitere Abänderung des ursprünglichen Konzepts erwies sich als bedeutend: Freyse verzichtete auf die übliche Ostung der Kirche, um sie mit der Eingangsfront achsial auf die Hauptstraße auszurichten. Schule und Pfarrhaus sollten später die Schaufront flankieren und mit dieser einen Vorplatz schaffen. Die Marienkirche wurde so zum Kopfpunkt der Hauptstraße,
Weiterlesen…

Auswirkungen des Kulturkampfes
Im Verlauf der als „Kulturkampf“ in die Geschichte eingegangenen Auseinandersetzung, die die preußische Regierung 1872-1887 mit der katholischen Kirche führte, kam es in Witten am 7. Februar 1876 dazu, dass den Altkatholiken das Recht zur Mitbenutzung der Marienkirche eingeräumt wurde.
Weiterlesen…

Neubaupläne
Ein 1893 erstellter Entwurf des Bochumer Regierungsbaumeisters Hermann Wielers und des Wittener Architekten Franz Xaver Rademacher mit einem Kostenvoranschlag von 342000 Mark, den der Kirchenvorstand genehmigte, sah eine dreischiffige „gotische“ Hallenkirche mit Querhaus und Raum für 1513 Steh- und 677 Sitzplätze vor.
Weiterlesen…

Der Erweiterungsbau von 1895/96
Das Gutachten Güldenpfennigs sah in technischer Hinsicht keine Bedenken, „die alte Kirche mit einem Erweiterungsbau in einfachen romanischen Formen zu verschmelzen, ohne auf eine würdige äußere und innere Ausstattung verzichten zu müssen“. Ein auf 95000 Mark veranschlagter Entwurf Güldenpfennigs fand das besondere Gefallen des Bischofs.
Weiterlesen…

Die Ausmalung des Innenraumes
Die Ausmalung des Innenraumes nach den Entwürfen Güldenpfennigs konnte aus finanziellen Gründen erst 1907 erfolgen. Hierbei erhielten die Pfeiler und senkrechten Wandvorlagen als Stützen eine Steinimitation. Dagegen wurden die Wandflächen mit Ornamentik überzogen:
Weiterlesen…

Die Glasfenster
Über einen Zeitraum von 15 Jahren, beginnend mit dem fahre 1954, zog sich die Neugestaltung der Glasfenster hin. Sie wurden sämtlich nach den Entwürfen Wilhelm Buschultes ausgeführt und repräsentieren so eine größere Schaffensperiode dieses westfälischen Künstlers.
Weiterlesen…

Die Ausstattung
Einen ähnlichen Kontrast, wie er zwischen Glasfenstern und Wandgestaltung zu beobachten ist, kann man bei der restaurierten neoromanischen Kanzel, die Christus inmitten der vier Evangelisten zeigt, und dem modernen Chorinventar feststellten. Altar, Tabernakel, Leuchter und Taufbecken,
Weiterlesen…

Die Glocken der St. Marien Kirche
Das erste Bronze-Glockengeläut der Marienkirche wurde 1850 gegossen. Es bestand aus drei Glocken, die alle die Inschrift trugen: „Der Junggeselle Georg Claren, Greis von 68 Jahren, trug bei Sieglar, nah bei Bonn, dieses Gusses Ruhm davon. August 1850“.
Die drei Glocken waren der Mutter Gottes, dem hl. Josef und dem hl. Johannes dem Täufer geweiht.
Weiterlesen…