Gemeinde

Die Pfarrgemeinde!
Raum der Einheit!
Gemeinschaft von Gemeinschaften!

Liebe, Mitchristen!
Liebe Schwestern und Brüder!

Die Gegenwart ist die Summe der Vergangenheit und die Möglichkeit der Zukunft. für den Christen ist die Gegenwart aber noch mehr: Sie ist der Raum, in dem Christus, der Sohn Gottes uns Menschen und mir ganz persönlich begegnen will.

Als Kirchengemeinde, und ganz konkret als Mariengemeinde hier in Witten wollen wir Menschen diesen Begegnungsraum mit Christus ermöglichen. Er braucht heute, wie vor und seit rund 2000 Jahren unseren Mund, seine Liebe zu künden, unsere Füße, um zu den Menschen zu gehen, unsere Hände, um seine tätige Liebe zu schenken, unser Herz- um bei uns zu wohnen, denn aus unendlicher Liebe hat er seine Hände und Füße ans Kreuz nageln lassen und sein Herz durchbohren lassen.
Ich danke dem heiligen Geist, dass er mich in diese Gemeinde gesandt hat. In der kurzen Zeit, seit dem 1.7.2004 , seitdem ich Pfarrer dieser Gemeinde bin, durfte ich erfahren, dass viele Menschen hier ihm seine Hände zur Verfügung stellen, In den Leitungs- und Beratungsgremien, in den Verbänden und Gruppen, in den verschiedenen Bereichen einer großen Innenstadtgemeinde erfüllen sie so die großen Grunddienste einer Gemeinde mit Leben: Liturgie, Diakonie und Caritas: Die würdige Feier des Gottesdienstes, zu aller erst der Eucharistie als Quelle und Ziel all unseres gemeindlichen Handelns, der Glaubensweitergabe in Katechese und Bildungsarbeit wie der tätigen Nächstenliebe im Dienst an den Kranken, Einsamen und Sterbenden.
Dies kann nur gelingen, wenn wir uns ganz in den Dienst der Einheit nehmen lassen. Zwar leite ich im Auftrag des Erzbischofs von Paderborn diese Gemeinde, aber Leitung kann nur als Dienst an der Einheit verstanden werden, denn eine Ortsgemeinde mit 5239 kath. Christen und ein Pastoralverbund mit 8017 kath. Christen, wie die Mariengemeinde und der Pastoralverbund Witten – Mitte lebt als Gemeinschaft von Gemeinschaften.
Kirche in der Gegenwart ist keine Volkskirche mehr, sondern eine Kirche im Volk, die heute im besonderen Maß „Salz der Erde und Licht der Welt“(Mt5,13) sein muss. Besonders liegt mir hier die ökumenische Begegnung mit den verschiedenen Konfessionen und Religionen unserer Stadt Witten am Herzen, um gemeinsam in versöhnter Verschiedenheit das Geheimnis des einen Gottes zu feiern.
Von ganzem Herzen freue ich mich auf die Begegnung mit Ihnen und heiße Sie herzlich in St. Marien willkommen. Ich hoffe, Sie werden spüren, dass wir für Sie da sind, in all Ihren Sorgen und Nöten, Ihrer Freude und Ihren Anliegen. Wir wollen Sie begleiten in der Begegnung mit Jesus Christus in den Sakramenten der Kirche wie im persönlichen Gespräch. Auf all das freue ich mich und grüße Sie im Gebet verbunden!

Ihr Pfarrer

Reinhard Edeler